Can you remember? #2

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Can you remember? #2

Who are you?

Who were you before the world told you who you were? Find out. This is freedom.

– Prince Ea

Who are you?

Frieden

„Willst du Äußeren Frieden, musst zu zuerst Inneren Frieden erreichen.“ Was bedeutet dieser Satz?

Oft gehen Dinge schief in unserem Leben oder laufen zumindest nicht genauso ab wie wir uns das erhofft und gewünscht haben. Wenn solch eine Situation eintritt überprüfen wir unsere Handlungen und die der beteiligten Personen. Oft finden wir dann einen Schuldigen und können weitermachen bis eine ähnliche Situation einige Wochen oder Monate später erneut auftritt.

Doch wieso sind immer Handlungen oder Worte der alleinige ausschlaggebende Faktor für einen Misserfolg, für einen Streit oder eine Trennung? Kann es nicht sein, dass die Ursache manchmal noch tiefer verborgen ist und wir mit unseren Überlegungen über die möglichen Ursachen oft nur an der Oberfläche kratzen?

Unser Unterbewusstsein hat eine Kraft die uns wahrscheinlich nicht mal ansatzweise bekannt ist. Es ist der Speicher unserer Erlebnisse, sowohl negativer als auch positiver. Es bestimmt oft unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen. Unsere Wunden, die wir alle irgendwann einmal erlebt haben, sind dort gespeichert und auch unsere Seele erinnert sich an diese Wunden als ob sie erst Gestern geschehen wären. Viele davon sind zwar über die Zeit vernarbt, aber nicht geheilt. Eine Narbe auf der Haut ist ein bleibendes Merkmal für eine Verletzungen. So ist es auch bei der Seele, welche für unser Wohlergehen äußerst wichtig ist.

Unsere seelischen Narben können Verunsicherung, Hass, Wut oder negative Charaktereigenschaften verursachen die wir zuerst selbst und dann auch unsere Mitmenschen an uns ablehnen. Wir stehen dadurch in einem ständigen Konflikt mit uns selbst und kann es dann nicht sein, dass ein innerer Konflikt der nicht gelöst wird sich nach Außen auf unser Umfeld überträgt um dort sichtbar zu werden? Kann dies nicht der Antrieb für unsere Verhaltensweisen sein die zu Streits führen? Wenn dem so ist haben wir es verpasst von klein auf zu erlernen, dass Streit und Wut hilfreich sein können um mit einem Teil in uns Kontakt aufzunehmen von dem wir zwar wissen dass er existiert ihn aber nicht verstehen, da seine Sprache nicht Worte sind. Uns wurde stattdessen beigebracht bei einem Streit einen Schuldigen auszumachen um mit dem Erlebten abzuschließen.

Leider reden wir uns aber häufig ein: „Sobald ich an eine bestimmte Sache nicht mehr denke verschwindet sie auch“. Doch wohin?

Wenn wir z.b. durch eine Trennung verletzt werden und uns den Schmerz nicht eingestehen, sondern ihn „wegschieben“, indem wir uns rund um die Uhr ablenken, dann verschwindet diese Verletzung nicht, sondern sie wandert in unser Unterbewusstsein und wir werden Probleme bei weiteren Beziehungen haben, da wir die Wunde nicht heilen ließen.

Wenn ein Knochen bricht lassen wir ihm Zeit zum heilen, bei einer Schnittverletzung auch, aber bei seelischen Wunden tun wir dies selten. Jeder Knochenbruch oder jede äußere Verletzung schmerzt und wir wünschen uns in diesen Momenten, dass der Schmerz verschwindet. Doch diese Gabe besitzen wir nicht. Wieso glauben wir dann, dass wir bei inneren Wunden diese Gabe besäßen?

Verdrängen und „Wegdenken“ wurde uns beigebracht, doch es sind keine Wunderwerkzeuge die Wunden heilen lassen. Wenn ich mich am Finger verletze und ihn danach direkt wieder so einsetze als ob nichts geschehen wäre hat dies noch größere Schmerzen als Folge.

Also: Wieso sollte das bei seelischen Wunden anders sein? Wir belügen uns nur selbst und werden in Zukunft immer wieder Konflikte erzeugen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Wir werden immer wieder mit unseren Eltern, Partnern oder Freunden aneinandergeraten und uns schließlich irgendwann von ihnen trennen oder sie verlassen uns.

Einem äußeren Konflikt liegt in den meisten Fällen ein innerer zu Grunde. Somit birgt jeder äußere Konflikt die Chance in sich, sich selbst besser kennenzulernen und seine Verletzungen aus der Vergangenheit zu heilen. Dies bringt Zufriedenheit.

Meinungsverschiedenheiten gehören zum Leben, doch wenn ich auf mein Leben zurückschaue und erkennen muss, dass ich Partner und Freundeskreise oft wechsle dann ist dies eigentlich ein lauter Hilfeschrei des eigenen Innern. Natürlich wird mir mein Kopf, meine Gedanken, bei jedem Streit einen Schuldigen zuspielen. Natürlich werde ich immer einen „äußeren“ Grund finden. Diese Prozedur habe ich auch jahrelang trainiert und kultiviert. Doch nur weil ich es schon mein ganzes Leben so handhabe, bedeutet nicht, dass dies richtig ist. Solange ich einen inneren Konflikt mit mir herumtrage werde ich immer wieder aus den verschiedensten äußeren Gründen mit meinen Mitmenschen aneinandergeraten und dies wird sich auch nicht ändern, solange wir nicht anfangen an uns selbst zu arbeiten. Doch oft fehlt uns dazu der Mut, da wir uns einerseits Verletzungen eingestehen müssen und andererseits eine alte Praxis ablegen müssen um eine andere neu zu erlernen. Doch dies ist der einzige Weg zur echten Veränderung.

Wir können natürlich immer wieder Menschen verlassen und neue suchen, das ist heute einfacher als jemals zuvor, doch ist das wirkliche Veränderung oder eher vielmehr eine Art Tausch?

Fazit: Wenn ich mich meinen Inneren Konflikten stelle, anfange meine Erlebnisse zu verarbeiten, erzeuge ich Inneren Frieden und daraus resultiert automatisch Äußerer Frieden.

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Noch drei Texte mit ähnlichem Themengebiet:

1. Ego vs. Ich (Klick)

2. Verzeihen (Klick)

3. Glück (Klick)

 

Frieden

Der Teufelskreis der Gedanken

10437737_797487206959964_5265255721317240168_nDiesen Teufelskreis zu erkennen, zu beobachten und somit aufzubrechen, ist eine wichtige Aufgabe, derer wir uns stellen müssen, wenn wir Veränderung wollen.

Die Stille ist in diesem Bereich unser bester Freund.

Der Teufelskreis der Gedanken

Nelson

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Wir alle wissen im Grunde genommen, dass Geld oder Erfolg keine Zufriedenheit bringen. Auch vieles Arbeiten, ständiges Unterwegssein oder viele verschiedene Partner tun dies nicht. Es können zwar Bestandteile von Zufriedenheit sein, doch sie können sie niemals vollständig herstellen.

Dass dem so ist wissen wir, da wir alle den ein oder anderen kennen der versucht hat durch Geld/Erfolg/Partner zum Glück zu gelangen und dabei entweder gescheitert ist oder es immer noch erfolglos versucht. Man muss dazu im Grunde genommen nur einen kleinen Blick nach Hollywood werfen.

Aber genau diese Menschen füllen in großem Maße unseren Alltag. Im Fernsehprogramm dreht sich fast alles um diese sogenannten Stars oder Politiker die nach Macht streben. Wir werden minutiös über das Leben von Menschen informiert, die in der Mehrheit irgendwann an einen Punkt gelangen an dem ihr auf Sand gebautes Kartenhaus zusammenbricht.  Jeder kennt jemanden in seinem Umfeld der alles zu haben scheint was unser eigener Kopf uns vorgibt selbst zu benötigen. Wenn wir diese Person betrachten, nicht nur die äußere Hülle sondern das was dahinter ist, was sehen wir dann? Freude, Glück, Zufriedenheit? Oder vielleicht doch eher Einsamkeit, Trauer, Wut? Unbewusst beginnen wir aber damit uns mit diesen Personen zu vergleichen.

Nelson Mandela war 27 Jahre im Gefängnis und dennoch glaube ich, dass er zu dem Zeitpunkt ein zufriedenerer Mensch war als Heidi Klum und Madonna es jetzt sind. Denn Mandela stand für Frieden und Harmonie, er hat sich um das Wohl seiner Mitmenschen gesorgt und hätte diese Werte bis zu seinem Tod trotz aller Widrigkeiten verteidigt. Er strebte nach Dingen die die Seele glücklich machen und nicht ein falsches Ego. Deshalb war er wohl in seinem tiefsten Inneren auch in der Gefangenschaft zufriedener als viele von uns in Freiheit.

Jemand anderem eine Freude machen, zwei verfeindete Freunde oder Parteien wieder zusammenzuführen, jemand in einer schwierigen Zeit zur Seite stehen gibt einem selbst viel mehr als selbst ein Geschenk zu bekommen. Geben bringt mehr Zufriedenheit und Freude in ein Leben als wir es uns vorstellen können. Doch wir schauen stattdessen Menschen zu, die dabei sind sich ständig selbst zu beschenken und dabei scheitern. Und unbewusst fangen wir damit an dies selbst zu versuchen und wundern uns darüber, wieso sich nichts ändert, wieso wir zunehmend energieloser und unglücklicher werden.

Vielleicht sollten wir anfangen von Menschen zu lernen die das Ziel der Zufriedenheit erreicht haben, anstatt von Menschen die in die gegensätzliche Richtung laufen und gleichzeitig uns selbst fragen: Was ist mein Ziel für mein Leben? Reichtum? Erfolg? Partys? Wenn das oberste Ziel z.b. Erfolg sein sollte, ist der Zustand der vollen Zufriedenheit automatisch ausgeschlossen. Andersrum ist dem nicht so.

Es lohnt sich auf jeden Fall darüber nachzudenken, denn wir haben nur eine begrenzte Anzahl von Jahren auf dieser Erde.

Literaturtipp: Der lange Weg zur Freiheit von Nelson Mandela

Nelson

John Lennon

Interessante Persönlichkeit, interessante Kindheit, interessante Musik.

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Empfehlenswerter Film: Nowhere Boy

John Lennon