Goethe und die Wahrheit

zitat-man-musz-das-wahre-immer-wiederholen-weil-auch-der-irrtum-um-uns-her-immer-wieder-gepredigt-wird-johann-wolfgang-von-goethe-256220

Advertisements
Bild

Bob and the rain

12049445_912780632136771_1380660387279049897_n

Bild

Why?

Die Echtheit wurde zur Lüge, die Klarheit langsam trübe,
wir spielen unsere Rollen und suchen uns eine Bühne.
Ich bin müde, von all dem Hass und Neid der mich umgibt,
eine Seele wird nicht glücklich, solange sie nicht liebt.
Wir hören die Wahrheit, doch suchen nur den persönlichen Applaus,
sind süchtig nach Aufmerksamkeit, doch schenkt man sie uns, dann nutzen wir es aus.
Wir verwechseln moderene Sklaverei mit harterm Fleiß,
vieles läuft falsch und mit der Gesundheit zahlen wir den Preis.

Aber wieso wählt ihr eine Frau die das Lügen perfektioniert hat?
Sie besitzt weder Mut, noch Durchsetzungskraft oder Rückgrat.
Wir alle sind Charlie, aber niemand das Kind in Afrika,
niemand die Frau in Bangladesch oder die alleinerziehende Mutter an der Kasse im Supermarkt.
Nicht unsere Vernuft entscheidet über gut oder böse, sondern Medien,
die uns für ihren Eigennutz falsche Dinge einreden.
Böser Russe dort, böser Muslim hier,
doch wer diesem Denken folgt hat eine Sache nicht kapiert:
Wir sind alle gleich, wenn wir geborden werden,
wir sehnen uns nach Liebe, Geborgenheit und Wärme,
und demjenigen dem wir dies verweigern, schicken wir direkt ins Verderben.
Dies ist die Ursache aller Probleme, nicht Mathe sondern das sollte die Menscheit lernen.
Gemeinsam können wir das Dunkle der Welt in ein Lichtermeer umfärben.
Bis zu meinem letzten Atemzug werde ich für die Menschlichkeit und Liebe werben.
Also, Frau Merkel, ich liebe Sie, doch wegen Ihnen müssen Menschen sterben.

Why?

Ode an die Musik

Du warst schon da, als ich noch im Bauch meiner Mutter war. Klar, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, aber als wir uns dann Jahre später erneut trafen, kamst du mir direkt bekannt und vertraut vor. Du hast mich beruhigt als kleines Baby und auch heute beruhigst du mich noch, ganz ohne Worte.

Ich mochte dich von der ersten Sekunde an, du warst und bist so anders. Du kannst so echt sein, traust dich Dinge, die ich mich selbst niemals trauen würde. Sprichst Themen an, über die niemand eigentlich reden will, weil wir zu feige sind. Doch du bist mutig.

Du hast mich durch meine ganze Kindheit begleitet, mit dir habe ich das ABC und die Monatsnamen gelernt.

Danach warst du mal laut, mal lustig, aber auch damals schon hin und wieder traurig und sentimental.

Ich glaube, das war der Zeitpunkt, an dem ich mich in dich verliebt habe und diese Liebe hält bis heute an.

Ich war mit dir auf der Bühne bei Weihnachtsfeiern, ich war mit dir auf Geburtstagen und das Schöne ist, jeder kannte dich. Du hast diese unglaubliche Fähigkeit jeden Menschen zu erreichen. Ich beneide dich dafür.

Mit 10 oder 11 gab ich das erste Mal mein eigenes Geld für dich aus. Du warst aggressiv und wütend, aber trotzdem irgendwie ehrlich. Ich habe nicht alle deine Worte verstanden, aber ich wollte so sein wie du. Ich wollte breite Hosen, Mützen und T-Shirts, die bis zu den Knien reichten. Du hast das gesagt, was keiner sagen wollte und das mit Worten, die man eigentlich nicht sagen durfte. Aber genau das gefiel mir. Dir war egal was andere von dir hielten und deshalb warst du mein Vorbild.

Aber das war nur eine Facette von dir und zum Glück hast du so viele.

Wenn ich auf den Bahnhof lief, liefst du mit mir, wenn ich mit der Bahn fuhr, fuhrst du mit mir. Du hast mich nie alleine gelassen, egal wohin ich ging. Früher brauchte ich dafür noch etwas größere Geräte, aber mit der Zeit wurden sie kleiner und so konnte ich dich ohne weitere Probleme in der Hosentasche mitnehmen.

Ich habe Stunden damit verbracht, dir zuzuhören, nicht immer konnte ich dich verstehen, aber das machte nichts. Deine Worte versteht man auch, ohne dass man die Sprache spricht. Man fühlt sie. Man fühlt dich.

Oft fühle ich mich von dir verstanden, obwohl ich dir nur zuhöre und selbst nichts sage. Und das schon immer und auf unterschiedlichste Weise.

Du kannst es schaffen, dass ich in der einen Sekunde fröhlich bin und in der nächsten fast den Tränen nahe.

Niemand hat mir schon so viel Gänsehaut beschert wie du. Wie machst du das nur?

Du kannst leise und laut sein. Das kann ich auch, aber wenn ich laut bin, dann läuft jeder weg, bei dir bleibt man stehen.

Du hast mir die schönsten und traurigsten Geschichten erzählt und dafür brauchst du nicht immer viele Worte. Ich möchte mir kein Leben ohne diese Geschichten mehr vorstellen.

Jeden Abschnitt in meinem Leben hast du geprägt, du warst immer dabei. Bei der ersten Zigarette, beim ersten Kuss, beim ersten Liebeskummer, bei der ersten Party und auch bei der ersten Beerdigung. Durch dich schließen Menschen Freundschaften. Du findest für manche Worte, selbst dann wenn sie nichts mehr sagen können.

Du bist der beste Beifahrer im Auto, mit dir ist keine Fahrt langweilig. Ja manchmal stelle ich mir vor, wie ich eine Reise im Auto nur mit dir mache. Einfach fahren, nur wir zwei.

Ich dachte immer, dass wir uns am besten verstehen, wenn wir alleine sind. Doch dann merkte ich eine weitere beneidenswerte Eigenschaft von dir. In einer Gruppe, egal ob 5 oder 50.000 Menschen, bist du noch besser.

Du schaffst es, bei 50.000 Menschen die gleiche Energie freizusetzen.

Nur du schaffst es, 50.000 Menschen mit leisen Tönen zum Schweigen zu bringen.

Nur du schaffst es in wenigen Sekunden, längst vergessen geglaubte Erinnerungen wieder ins Gedächtnis zu holen und die damit verbundenen Gefühle. Das ist einzigartig und faszinierend.

Wenn ich dich brauche, muss ich dich nicht anrufen. Es reicht, wenn ich zu dir komme. Du hast immer die richtigen Worte parat, egal in welcher Situation. Du teilst meine Freude, meine Angst, meinen Schmerz, meine Liebe und meine Wut. Bei dir fühle ich mich immer daheim, egal wo.

Trotzdem bleibst du geheimnisvoll, dich zu verstehen oder gar zu entschlüsseln, ist unmöglich. Und das ist auch gut so. Würde es nämlich jemanden gelingen, dann würde dein Zauber verfliegen.

Ja, manchmal bist du auch zu gutmütig und wirst ausgenutzt, von Fanatikern, von Nazis oder von Menschen, die nicht dich, sondern nur das Geld, dass du ihnen einbringst, lieben. Und ja, dann bist du schlecht, dann mag ich dich nicht und hab meine Probleme mit dir.

Du wirst es bestimmt schon gemerkt haben, dass ich in den letzten Jahren nicht jede Entwicklung, die du durchgemacht hast, gut gefunden habe. Du bist oft sehr langweilig und vorhersehbar geworden. Und ich mag es nicht, wenn du Menschen begleitest , die dich aber gar nicht wirklich wahrnehmen. Sie wollen nur, dass du da bist, im Hintergrund. Aber dir zuzuhören, deine Magie und Genialität zu entdecken, ist ihnen fremd.

Und deshalb benutzen sie dich, nicht alle, aber dennoch zu viele, ohne dich wirklich zu kennen.

Doch so ist wohl einfach die heutige Zeit, jeder soll gleich sein, keiner aus dem Muster fallen und so auch du nicht.

Aber dagegen wehre ich mich, denn das passt nicht zu dir! Ich will nicht, dass man dich „gleichmacht“, dafür bist du zu schön in deiner Vielfalt. Du bist es wert, dass man dich richtig kennenlernt und nicht nur oberflächlich. Vieles ist so geworden, aber bitte nicht du. Sei wieder frech, aufmüpfig, kompromisslos. Ecke an, lass dich nicht einengend, sei mutig, sei einfach du selbst.

Versuch nicht der Masse zu gefallen. Nicht du darfst ihr folgen, sondern sie dir. Nur so bist du echt. Dafür darfst du dich auch ändern, Stillstand ist nie gut, aber ich will nicht, dass du inhaltslos bist. Ich will wieder echte Geschichten hören und keine davon wie atemlos und gleichzeitig schwindelfrei du bist.

Du bist am besten, wenn du das Sprachrohr der Emotionen bist, echte Emotionen. Das bist du immer seltener, zumindest für mich. Pass ich nicht mehr in die Zeit oder hast du dich der Zeit einfach angepasst?

Du warst meine erste Liebe und du wirst auch meine letzte sein, versprochen, aber komm wieder zurück.

Ich bedanke mich bei:

Eminem, Queen, Prinz Pi, Foo Fighters, Beatles, Red hot chili peppers, Michael Jackson, Xavier Naidoo, Sido, Janis Joplin, Rise Against, K.I.Z., Fleetwood Mac, Bob Seger, 50 Cent, Elton John, Rolling Stones, Nirvana, Samy Deluxe, 2Pac, Konstantin Wecker, Kool Savas, Abba, Robbie Williams, Herbert Grönemeyer, Snoop Dogg, Sting, Muse, John Miles, uvm.

Ode an die Musik

Angst

Dass du diese Zeilen liest, hat seinen Grund. Du musst ihn nicht verstehen, doch glaube mir, nichts geschieht grundlos.

Nehme eine kurze Auszeit und schau dir dein Leben an. Fang bei dem ersten Ereignis an, an das du dich erinnerst und lass dann deine Gedanken schweifen. Dir sind viele schlimme Dinge passiert, die meisten davon verdrängst du, versuchst sie abzuschütteln, meistens erfolglos. All die Dinge, an die du jetzt gerade denkst, möchten gelöst werden. Sie bestimmen dein Handeln in der Gegenwart, dein Denken, ja dein ganzes Leben. Es sind die Dinge, die dich verletzt haben, vor denen du dich fürchtest, auch wenn du es niemals vor anderen zugeben würdest, nein, du gibst es wahrscheinlich nicht mal dir selbst gegenüber zu. Aber sie sind da und sie sind aus einem besonderen Grund da. Sie werden nicht verschwinden, so sehr du es dir auch manchmal wünscht.

Du kennst bestimmt dieses Gefühl, wenn du alleine bist. Da kommen diese Gedanken hoch und du wirst unruhig, fühlst dich unwohl. Vielleicht greifst du dann zur Flasche, zur Maus, zum Handy, zum Joint, zum Essen, zur Fernbedienung – bekommst Fernweh, postest ein neues Profilbild oder änderst deinen Whatsapp-Status.

Schau zurück. Wie lange tust du das schon? Wie lange folgst du diesem Schema? Du hast dich verändert, bestimmt, wir alle verändern uns ständig, doch hast du dich in die Richtung verändert, in die du gerne gehen möchtest? Wenn du mal alle Gedanken ausschaltest was andere denken könnten und dich dann fragst: „Wie würde ich gerne sein?“ – Wie weit bist du davon gerade entfernt?

Du bist genauso weit entfernt davon wie ich, wie dein Freund oder deine Freundin, deine Eltern, Bekannten, usw. Doch was hält uns auf? Wieso fangen wir nicht damit an unsere Schritte in die richtige Richtung zu gehen, anstatt auf der Stelle zu treten?

Angst.

Wahrscheinlich wirst du das anders sehen, wenn du ein Mann bist wirst du wahrscheinlich lachen. Doch wenn du genau so gerade reagierst, dann ist das das erste Anzeichen dafür, dass du Dinge verdrängst. Du schiebst sie weg. Du lässt es gar nicht zu, einen Gedanken daran zu verschwenden. Nicht weil du dumm bist, nicht weil es dir egal ist, nein, weil du tief in deinem Inneren Angst hast dich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen. Du bist wahrscheinlich schon so weit, dass du nicht einmal mehr die Angst spürst, wenn du an eine frühere Verletzung denkst.
Du kannst ja, nachdem du fertig gelesen hast, dein Smartphone, Laptop oder PC für 30 Minuten ausmachen und nichts tun außer zu beobachten, was du denkst.

Vielleicht ändert das deine Meinung.

Wir Menschen denken immer, dass jeder anders ist als der andere, was auch in bestimmten Bereichen stimmt, doch wir übersehen wie sehr wir uns auch ähneln, wie gleich wir sind.  Wir denken, wir wären mit unseren wirklich tiefgründigen Problemen alleine. Wir denken, dass bei den anderen alles viel besser läuft, dass die anderen keine richtig schlechten Phasen haben und uns somit auch nicht verstehen können. Dadurch fühlen wir uns alleine.

Doch das stimmt nicht. Wir reden nur nicht darüber, weil wir denken, dass man uns dann als schwach ansieht. Ja ich würde sogar sagen, dass wir es nicht tun, weil wir uns dann selbst schwach fühlen würden.

Du bist nicht schwach. Du bist nicht klein. Du bist nicht falsch und anders. Du hast nur Angst und das hat jeder.

Die größte Angst der Angst ist es, dass wir die Furcht vor ihr verlieren.

Lass uns unsere Angst akzeptieren, dann verliert sie ihre Daseinsberechtigung.

Angst

True..

„Wir bauen immer höher, bis es ins Unendliche geht.
Fast 8 Milliarden Menschen, doch die Menschlichkeit fehlt.
Von hier oben macht es alles plötzlich gar nichts mehr aus,
Von hier sieht man keine Grenzen und die Farbe der Haut.“

Sido – Astronaut

True..