Ode an die Musik

Du warst schon da, als ich noch im Bauch meiner Mutter war. Klar, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, aber als wir uns dann Jahre später erneut trafen, kamst du mir direkt bekannt und vertraut vor. Du hast mich beruhigt als kleines Baby und auch heute beruhigst du mich noch, ganz ohne Worte.

Ich mochte dich von der ersten Sekunde an, du warst und bist so anders. Du kannst so echt sein, traust dich Dinge, die ich mich selbst niemals trauen würde. Sprichst Themen an, über die niemand eigentlich reden will, weil wir zu feige sind. Doch du bist mutig.

Du hast mich durch meine ganze Kindheit begleitet, mit dir habe ich das ABC und die Monatsnamen gelernt.

Danach warst du mal laut, mal lustig, aber auch damals schon hin und wieder traurig und sentimental.

Ich glaube, das war der Zeitpunkt, an dem ich mich in dich verliebt habe und diese Liebe hält bis heute an.

Ich war mit dir auf der Bühne bei Weihnachtsfeiern, ich war mit dir auf Geburtstagen und das Schöne ist, jeder kannte dich. Du hast diese unglaubliche Fähigkeit jeden Menschen zu erreichen. Ich beneide dich dafür.

Mit 10 oder 11 gab ich das erste Mal mein eigenes Geld für dich aus. Du warst aggressiv und wütend, aber trotzdem irgendwie ehrlich. Ich habe nicht alle deine Worte verstanden, aber ich wollte so sein wie du. Ich wollte breite Hosen, Mützen und T-Shirts, die bis zu den Knien reichten. Du hast das gesagt, was keiner sagen wollte und das mit Worten, die man eigentlich nicht sagen durfte. Aber genau das gefiel mir. Dir war egal was andere von dir hielten und deshalb warst du mein Vorbild.

Aber das war nur eine Facette von dir und zum Glück hast du so viele.

Wenn ich auf den Bahnhof lief, liefst du mit mir, wenn ich mit der Bahn fuhr, fuhrst du mit mir. Du hast mich nie alleine gelassen, egal wohin ich ging. Früher brauchte ich dafür noch etwas größere Geräte, aber mit der Zeit wurden sie kleiner und so konnte ich dich ohne weitere Probleme in der Hosentasche mitnehmen.

Ich habe Stunden damit verbracht, dir zuzuhören, nicht immer konnte ich dich verstehen, aber das machte nichts. Deine Worte versteht man auch, ohne dass man die Sprache spricht. Man fühlt sie. Man fühlt dich.

Oft fühle ich mich von dir verstanden, obwohl ich dir nur zuhöre und selbst nichts sage. Und das schon immer und auf unterschiedlichste Weise.

Du kannst es schaffen, dass ich in der einen Sekunde fröhlich bin und in der nächsten fast den Tränen nahe.

Niemand hat mir schon so viel Gänsehaut beschert wie du. Wie machst du das nur?

Du kannst leise und laut sein. Das kann ich auch, aber wenn ich laut bin, dann läuft jeder weg, bei dir bleibt man stehen.

Du hast mir die schönsten und traurigsten Geschichten erzählt und dafür brauchst du nicht immer viele Worte. Ich möchte mir kein Leben ohne diese Geschichten mehr vorstellen.

Jeden Abschnitt in meinem Leben hast du geprägt, du warst immer dabei. Bei der ersten Zigarette, beim ersten Kuss, beim ersten Liebeskummer, bei der ersten Party und auch bei der ersten Beerdigung. Durch dich schließen Menschen Freundschaften. Du findest für manche Worte, selbst dann wenn sie nichts mehr sagen können.

Du bist der beste Beifahrer im Auto, mit dir ist keine Fahrt langweilig. Ja manchmal stelle ich mir vor, wie ich eine Reise im Auto nur mit dir mache. Einfach fahren, nur wir zwei.

Ich dachte immer, dass wir uns am besten verstehen, wenn wir alleine sind. Doch dann merkte ich eine weitere beneidenswerte Eigenschaft von dir. In einer Gruppe, egal ob 5 oder 50.000 Menschen, bist du noch besser.

Du schaffst es, bei 50.000 Menschen die gleiche Energie freizusetzen.

Nur du schaffst es, 50.000 Menschen mit leisen Tönen zum Schweigen zu bringen.

Nur du schaffst es in wenigen Sekunden, längst vergessen geglaubte Erinnerungen wieder ins Gedächtnis zu holen und die damit verbundenen Gefühle. Das ist einzigartig und faszinierend.

Wenn ich dich brauche, muss ich dich nicht anrufen. Es reicht, wenn ich zu dir komme. Du hast immer die richtigen Worte parat, egal in welcher Situation. Du teilst meine Freude, meine Angst, meinen Schmerz, meine Liebe und meine Wut. Bei dir fühle ich mich immer daheim, egal wo.

Trotzdem bleibst du geheimnisvoll, dich zu verstehen oder gar zu entschlüsseln, ist unmöglich. Und das ist auch gut so. Würde es nämlich jemanden gelingen, dann würde dein Zauber verfliegen.

Ja, manchmal bist du auch zu gutmütig und wirst ausgenutzt, von Fanatikern, von Nazis oder von Menschen, die nicht dich, sondern nur das Geld, dass du ihnen einbringst, lieben. Und ja, dann bist du schlecht, dann mag ich dich nicht und hab meine Probleme mit dir.

Du wirst es bestimmt schon gemerkt haben, dass ich in den letzten Jahren nicht jede Entwicklung, die du durchgemacht hast, gut gefunden habe. Du bist oft sehr langweilig und vorhersehbar geworden. Und ich mag es nicht, wenn du Menschen begleitest , die dich aber gar nicht wirklich wahrnehmen. Sie wollen nur, dass du da bist, im Hintergrund. Aber dir zuzuhören, deine Magie und Genialität zu entdecken, ist ihnen fremd.

Und deshalb benutzen sie dich, nicht alle, aber dennoch zu viele, ohne dich wirklich zu kennen.

Doch so ist wohl einfach die heutige Zeit, jeder soll gleich sein, keiner aus dem Muster fallen und so auch du nicht.

Aber dagegen wehre ich mich, denn das passt nicht zu dir! Ich will nicht, dass man dich „gleichmacht“, dafür bist du zu schön in deiner Vielfalt. Du bist es wert, dass man dich richtig kennenlernt und nicht nur oberflächlich. Vieles ist so geworden, aber bitte nicht du. Sei wieder frech, aufmüpfig, kompromisslos. Ecke an, lass dich nicht einengend, sei mutig, sei einfach du selbst.

Versuch nicht der Masse zu gefallen. Nicht du darfst ihr folgen, sondern sie dir. Nur so bist du echt. Dafür darfst du dich auch ändern, Stillstand ist nie gut, aber ich will nicht, dass du inhaltslos bist. Ich will wieder echte Geschichten hören und keine davon wie atemlos und gleichzeitig schwindelfrei du bist.

Du bist am besten, wenn du das Sprachrohr der Emotionen bist, echte Emotionen. Das bist du immer seltener, zumindest für mich. Pass ich nicht mehr in die Zeit oder hast du dich der Zeit einfach angepasst?

Du warst meine erste Liebe und du wirst auch meine letzte sein, versprochen, aber komm wieder zurück.

Ich bedanke mich bei:

Eminem, Queen, Prinz Pi, Foo Fighters, Beatles, Red hot chili peppers, Michael Jackson, Xavier Naidoo, Sido, Janis Joplin, Rise Against, K.I.Z., Fleetwood Mac, Bob Seger, 50 Cent, Elton John, Rolling Stones, Nirvana, Samy Deluxe, 2Pac, Konstantin Wecker, Kool Savas, Abba, Robbie Williams, Herbert Grönemeyer, Snoop Dogg, Sting, Muse, John Miles, uvm.

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Ode an die Musik

Great lyrics :)

„Don’t try to change the world, find something that you love
and do it every day.
Do that for the rest of your life
and eventually, the world will change“

Tell the truth, regardless of the consequence“

„The quickest way to happiness? Learning to be selfless.
Ask more questions, talk about yourself less

Great lyrics :)

True..

„Wir bauen immer höher, bis es ins Unendliche geht.
Fast 8 Milliarden Menschen, doch die Menschlichkeit fehlt.
Von hier oben macht es alles plötzlich gar nichts mehr aus,
Von hier sieht man keine Grenzen und die Farbe der Haut.“

Sido – Astronaut

True..

Wo sind all die Farben?

Wo sind denn nur all‘ die bunten Farben?
Ich hab‘ sie lang nicht mehr gesehen.

Wo sind all die Farben?

Movement

Manche sind dick am Prahlen, doch haben wahre Größe vergessen
Lass das blöde Stressen, Liebe ist nötig wie essen.
Du brauchst keinen auf hart zu machen, dadurch haben’s alle so schwer
Lass dich einfach mal treiben, wie ’ne Qualle im Meer

– Architekt

Movement