Negative Gedanken

Wieder ein Facebook-Video von Prince Ea.

Ich glaube, jeder kennt das Gefühl, dass die eigene Gedanken manchmal stärker sind als jeder Wille sich ihnen entgegenzusetzen. Das hat auch seinen Grund: Man kann nicht gewinnen. Hier wird erklärt wieso:

Negative Gedanken

Angst

Dass du diese Zeilen liest, hat seinen Grund. Du musst ihn nicht verstehen, doch glaube mir, nichts geschieht grundlos.

Nehme eine kurze Auszeit und schau dir dein Leben an. Fang bei dem ersten Ereignis an, an das du dich erinnerst und lass dann deine Gedanken schweifen. Dir sind viele schlimme Dinge passiert, die meisten davon verdrängst du, versuchst sie abzuschütteln, meistens erfolglos. All die Dinge, an die du jetzt gerade denkst, möchten gelöst werden. Sie bestimmen dein Handeln in der Gegenwart, dein Denken, ja dein ganzes Leben. Es sind die Dinge, die dich verletzt haben, vor denen du dich fürchtest, auch wenn du es niemals vor anderen zugeben würdest, nein, du gibst es wahrscheinlich nicht mal dir selbst gegenüber zu. Aber sie sind da und sie sind aus einem besonderen Grund da. Sie werden nicht verschwinden, so sehr du es dir auch manchmal wünscht.

Du kennst bestimmt dieses Gefühl, wenn du alleine bist. Da kommen diese Gedanken hoch und du wirst unruhig, fühlst dich unwohl. Vielleicht greifst du dann zur Flasche, zur Maus, zum Handy, zum Joint, zum Essen, zur Fernbedienung – bekommst Fernweh, postest ein neues Profilbild oder änderst deinen Whatsapp-Status.

Schau zurück. Wie lange tust du das schon? Wie lange folgst du diesem Schema? Du hast dich verändert, bestimmt, wir alle verändern uns ständig, doch hast du dich in die Richtung verändert, in die du gerne gehen möchtest? Wenn du mal alle Gedanken ausschaltest was andere denken könnten und dich dann fragst: „Wie würde ich gerne sein?“ – Wie weit bist du davon gerade entfernt?

Du bist genauso weit entfernt davon wie ich, wie dein Freund oder deine Freundin, deine Eltern, Bekannten, usw. Doch was hält uns auf? Wieso fangen wir nicht damit an unsere Schritte in die richtige Richtung zu gehen, anstatt auf der Stelle zu treten?

Angst.

Wahrscheinlich wirst du das anders sehen, wenn du ein Mann bist wirst du wahrscheinlich lachen. Doch wenn du genau so gerade reagierst, dann ist das das erste Anzeichen dafür, dass du Dinge verdrängst. Du schiebst sie weg. Du lässt es gar nicht zu, einen Gedanken daran zu verschwenden. Nicht weil du dumm bist, nicht weil es dir egal ist, nein, weil du tief in deinem Inneren Angst hast dich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen. Du bist wahrscheinlich schon so weit, dass du nicht einmal mehr die Angst spürst, wenn du an eine frühere Verletzung denkst.
Du kannst ja, nachdem du fertig gelesen hast, dein Smartphone, Laptop oder PC für 30 Minuten ausmachen und nichts tun außer zu beobachten, was du denkst.

Vielleicht ändert das deine Meinung.

Wir Menschen denken immer, dass jeder anders ist als der andere, was auch in bestimmten Bereichen stimmt, doch wir übersehen wie sehr wir uns auch ähneln, wie gleich wir sind.  Wir denken, wir wären mit unseren wirklich tiefgründigen Problemen alleine. Wir denken, dass bei den anderen alles viel besser läuft, dass die anderen keine richtig schlechten Phasen haben und uns somit auch nicht verstehen können. Dadurch fühlen wir uns alleine.

Doch das stimmt nicht. Wir reden nur nicht darüber, weil wir denken, dass man uns dann als schwach ansieht. Ja ich würde sogar sagen, dass wir es nicht tun, weil wir uns dann selbst schwach fühlen würden.

Du bist nicht schwach. Du bist nicht klein. Du bist nicht falsch und anders. Du hast nur Angst und das hat jeder.

Die größte Angst der Angst ist es, dass wir die Furcht vor ihr verlieren.

Lass uns unsere Angst akzeptieren, dann verliert sie ihre Daseinsberechtigung.

Angst

Wo sind all die Farben?

Wo sind denn nur all‘ die bunten Farben?
Ich hab‘ sie lang nicht mehr gesehen.

Wo sind all die Farben?